Pressemeldungen - „Internet of Things“ wird „Made in Germany“ pushen

21 Nov 2014

Der Standort Deutschland  hat die Chance, bei der neuen Ära des Internets ganz vorn mitzuspielen. Das „Internet of Things“ (IoT) fokussiert sich auf das Implementieren von Software und Sensoren in alle Bereiche von Industrie und Gebrauchs- und Produktionsmittel.  Hier liegen die klassischen Stärken der deutschen Wirtschaft, die am Weltmarkt ganz vorn positioniert ist. Zur Digitalisierung der Produktionsprozesse ist die Erfassung von Produktdaten und Betriebsdaten notwendig. Der deutschen Industrie steht ein Paradigmenwechsel bevor.

Deutschland war in den bisherigen drei Entwicklungsstufen der Daten- und Internetrevolution nur Zaungast auf den hinteren Plätzen. Das könnte sich jetzt ändern. Die nächste Stufe der digitalen Revolution wird die Industrieproduktion in den Fokus stellen: Das „Internet of Things“. Hier kann Exportweltmeister Deutschland durch seine weltweit führende Marktposition bei Industrie, Maschinen und Autos punkten und hat so beste Chancen, die nächste Phase der Internet-Entwicklung zu dominieren.

Wachstumstreiber: Digitalisierung der „Made in Germany“-Produktion

Damit könnte das Label „Made in Germany“ eine weltweite Renaissance erleben und einen neuen Exportboom auslösen. Voraussetzung ist, dass durch die komplette Digitalisierung der Gebrauchs- und Produktionsmittel die traditionellen Geschäftsmodelle durch neue abgelöst werden. Das bedeutet einen Paradigmenwechsel für die Industrie. Durch die Digitalisierung können z.B. Autos, Maschinen und Produktionsstätten durch Software und Sensoren Daten austauschen. Experten rechnen für das Jahr 2020 mit einem Digitalisierungsniveau von ca. 40%, bei dem die Daten sensorenbasiert und vollautomatisch generiert werden. Diese Datenmengen gilt es intelligent zu nutzen.

Bisher haben nur wenige deutsche Firmen das Internet für neue Geschäftsmodelle eingesetzt und können daher die Vorteile vorerst nicht nutzen. Dabei zwingen die gestiegene Komplexität der Technologie-Systeme und neue Erkenntnisse des Informationszeitalters zum  Handeln. Die Kommunikation der Laptop-und Smartphone-Nutzer erzeugt ein millionenfaches Netzwerk von Daten, das es zu nutzen gilt.

Internetphänomene verändern Geschäftsmodelle der Industrie

Neue Phänomene des Kommunikationszeitalters wie Schwarm- oder Gruppen-intelligenz, bei dem organisierte Gruppen ein abgestimmtes Verhalten zeigen, können über das Internet of Things in die neue Generation der Geschäftsmodelle einfließen. Die Neubewertung von Datenmengen ist eine Haupterkenntnis des Informationszeitalters: Je mehr Daten über Kunden oder Produkte erfasst und ausgewertet werden können, desto wertvoller ist ein Produkt. Der Wert eines Unternehmens wie Amazon wird bestimmt durch die Anzahl der Kundenbeziehungen und Menge der Kundentransaktionen.

Beim „Internet of Things“ wird der Wert des Produktes durch die den Wert der Daten über das Produkt und aus Produktion und Fertigung abgelöst. Der Nutzwert eines Produktes steigt also mit dem Angebot. Mit den gewonnenen Produkt- und Betriebsdaten werden neue Geschäftsmodelle und Services für Kunden etabliert  – und das branchenübergreifend. Dabei werden auch die Wertschöpfungsprozesse optimiert.

Das Kausalprinzip wird zunehmend durch Korrelation (von Daten) ersetzt. Ein Vorteil z.B. liegt in zusätzlichen Kundenservices. Mittels Analyse der Kundendatenmengen können Amazon & Co. ihren Kunden Angebote von Produkten machen, die der Kunde künftig kaufen wird. Hersteller können dem Kunden voraussagen, wann sein Produkt voraussichtlich ersetzt werden muss und ihm ein Neuangebot unterbreiten.

Datenschutz: „Made in Germany“

Matthias Stauch, Vorstand des Potsdamer Systemhauses INTERVISTA AG ist überzeugt: “Ein wichtiger Wettbewerbsvorteil für den Standort Deutschland ist der strikte Umgang mit personenbezogenen Daten. Deutsche Firmen profitieren von dem gesetzlichen Datenschutz und können diesen weltweiten Vertrauensvorschuss für ihren Geschäftsausbau nutzen. INTERVISTA hat bereits früh ASP und heutige private Cloud-Lösungen entwickelt und bietet seinen Kunden ein großes Spektrum an Flexibilität, Erfahrung und Sicherheit die sich duch besondere Effizienz und Schnelligkeit durch das Vermeiden von Medienbrüchen und hoher Automatisierung – gerade im Vertrieb – auszeichnen. “

Der Entwicklungsboom bei IT-Security-Produkten in deutschen Firmen, neben dem Bundesregierungsprogramm „Industrie 4.0“, hat einen Run von IT-Schwergewichten aus USA zum Standort Deutschland ausgelöst. Wenn jetzt noch die hiesigen Unternehmen beginnen, die Betriebsdaten ihrer Produkte zu erfassen, zu speichern und auszuwerten, kann Deutschland beim „Internet of things“ erfolgreich sein und eine führende Rolle spielen. Die Zeichen stehen auf Erfolg.